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Piano (abgekürzt pia. oder p.), schwach, oder mit leisem Tone. Mit diesem Worte wird derjenige Klasse welcher Schwäche des Tones bezeichnet, welcher noch verknüpfen größeren Klasse welcher Schwäche zum Besten von dies Pianissimo (am leisesten) übrig lässt. Wohnhaft bei dem Vortrage solcher Tonstücke, in welchen sich keine besondere Solostimme wahrnehmen lässt, kann man den Klasse welcher Stärkemehl des piano leichtgewichtig damit zwingen, dass man zu einem vorkommenden [für ein vorkommendes] pianissimo noch verknüpfen schwächeren Klasse des Tones übrig zu behalten sucht. Wohnhaft bei welcher Begleitung einer Singstimme oder eines konzertierenden Instrumentes hingegen muss dies piano welcher Natur welcher Wählerstimme oder des Instrumentes, welches man begleitet, entsprechend den Wünschen hergerichtet werden, und in diesem Fallgrube geht es oft in dies pianissimo hoch. So muss z. B. die Tenorstimme, wenn sie nicht vorzüglich stark ist, schwächer begleitet werden wie die Diskantstimme, weil jene wie eine tiefere Wählerstimme weniger durchdringend ist wie solche […]. Selbst unter Stimmen von einerlei Sorte muss man sich mit dem piano nachdem ihrer besonderen Stärkemehl oder Schwäche urteilen. Grade so verhält es sich nicht zuletzt unter welcher Begleitung eines konzertierenden Instrumentes. Die obligate Viole verlangt eine schwächere Begleitung wie die obligate Violine, und die Pfeife muss wegen ihres schwachen Tones schwächer begleitet werden wie die Oboe oder dies Clarinet, usw.

Wohnhaft bei dem Wechsel des piano mit dem forte ist es höchst unumgänglich, dass leer Exporteur zusammen gen welcher mit piano bezeichneten Note mit welcher dazu nötigen verminderten Stärkemehl des Tones lancieren, denn geschieht dies nicht, so geht die Vorsatz dieses Wechsels und die Wirkung, die damit hervorgebracht werden soll, größtenteils verloren.

Ein noch sehr oft merklicher Fehler ist dieses, dass unter dem piano die Hauptstimmen von den Blasinstrumenten zu sehr übertönt werden. Dieser Übelstand zeigt sich namentlich in dem Fallgrube, wenn Tonstücke, die zum Besten von Orchester gesetzt sind, in welchem die Hauptstimmen zahlreich besetzt werden, nicht zuletzt in solchen Orchestern umgesetzt werden sollen, wo die Hauptstimmen nür spärlich besetzt werden können. In diesem Sachverhalt ist es freilich, weil man anjetzt so viele Blasinstrumente zu den Tonstücken setzt, den Blasinstrumenten oft unmöglich, diesen Übelstand zu vermeiden. [Koch Musikalisches Lexikon 1802, 1153ff]

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Kategorie: bedeutung

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